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BLITZ - FILTER - STATIV - TASCHE - SONSTIGES
 

BLITZ:  ja oder nein?

 
Diese Frage beschränkt sich auf Besitzer von Spiegelreflexkameras (SLR). Bei Sucherkameras reicht der eingebaute Blitz für Schnappschüsse meistens aus. Dieser sollte aber nicht ausschließlich im Automatik-Betrieb zur Verfügung stehen, sondern auch optional zu- oder abgeschaltet werden können. Dann kann man diesen als Aufhellblitz bei Gegenlichtaufnahmen verwenden oder eben auch mal ausschalten, wenn Langzeitbelichtungen gewünscht sind.

Ob bei Spiegelreflex-Kameras grundsätzlich ein externer Blitz notwendig ist oder nicht, lässt sich wie immer so beantworten: es kommt darauf an! Wer die Kamera selten und dann meist draußen benutzt, wird mit dem eingebauten Blitz u.U. zurecht kommen. Ich unterstelle aber hier, dass derjenige, der  sich eine SLR zulegt, mehr machen will und kreativ fotografieren möchte. Und dafür braucht man auch einen vernünftigen Blitz!

Für Spiegelreflex-Fotografen ist es meiner Meinung nach sinnvoll, immer den passenden , d.h. systemgleichen Blitz zu verwenden. Auch wenn das die Firma Metz oder ähnliche mit Sicherheit anders sehen. Die Erfahrung hat mir aber gezeigt, dass es mit systemgleichen Blitzgeräten einfacher und problemfreier funktioniert. Ein Pentax-Body versteht sich ebenso blind mit einem Pentax-Blitz, wie ein Canon-Gehäuse mit einem Canon-Blitz! Die aus einer solchen Entscheidung resultierenden Mehraufwendungen rechnen sich aufgrund der Ergebnisse!

Welches der angebotenen Blitzgeräte man dann wirklich erwirbt, hängt wieder von der technischen Ausstattung des Blitzes ab und damit auch wieder vom Geldbeutel.  Für mich war eine ausreichende Leitzahl (> 30 ) , ein schwenkbarer Reflektor, die Zoomfunktion und "blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang" wichtig!

Die heutigen Blitzgeräte unterstützen z.B. den Autofocus bei Dunkelheit und rechnen auch das vorhandene Tageslicht mit ein. Bei Hochzeiten stelle ich nur auf Automatik - und erhalte absolut perfekt belichtete Bilder!
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FILTER: 

Ich möchte und kann hier die Frage nicht ausdiskutieren, ob der Gebrauch von Filtern schon eine zu starke Beeinflussung der Fotos darstellt. Wenn man Filter in Maßen und gezielt einsetzt, ist es für mich in Ordnung.
Filter sollen im Einzelfall die Aussage eines Fotos beeinflussen, jedoch nicht komplett verfälschen.

In meiner Ausrüstung finden sich neben UV-Filter, die jedoch hauptsächlich als Schutz für das Objektiv gedacht sind, auch Polarisations-Filter sowie ein Effekt-Filter. Am meisten verwende ich wenn, dann die Polarisations-Filter. Mit diesen kann ich deutlich bessere Kontraste erreichen, kann Dunst herausfiltern und mit Spiegelungen kreativ umgehen. Der Kontrast zwischen stahlblauem Himmel und weißen Wolken wird verstärkt, Spiegelungen in Glasscheiben werden reduziert bzw. eliminiert, gleiches gilt bei Spiegelungen im Wasser.

Die kontraststeigernde Effekte der Filter zeigen sich am besten, wenn sie im Winkel zur Sonneneinstrahlung verwendet werden. Mit der Sonne oder genau entgegen funktionieren sie nicht!

Einen ähnlich kontraststeigernden Effekt erziele ich bei schwarz/weiß Aufnahmen mit einem Orange-Filter.

Als Effektfilter benutze ich ganz selten einen Stern-Filter, der Licht-Reflektionen in sechsstrahlige Sterne verwandelt. Solche Effekte können aber ein Bild schnell überfrachten und kitschig erscheinen lassen! Den gleichen Effekt erzielt man übrigens, wenn man die Sonne oder andere Lichtquellen mit extrem geschlossener Blende aufnimmt! 
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STATIVE:

Auch wenn es lästig ist:  aber ohne meine Stative gehe ich nie auf Fototour!


Das Einbein-Stativ (Monopod) ist immer dann gefragt, wenn mit großer Brennweite gearbeitet wird. Man sollte ja immer die Verschlusszeit als reziproken Wert der Brennweite wählen. Heißt: bei einer Brennweite von 400 mm müsste man mit einer 1/400tel Sekunde fotografieren, um verwacklungsfreie Bilder erzielen zu können  Da aber selten mit Teleobjektiven aufgrund der Lichtstärke (größt mögliche Blendenöffnung) solche Verschlusszeiten eingestellt werden können, muss man längere Belichtungszeiten in Kauf nehmen. Durch die Verwendung spare ich Kraft und habe die Möglichkeit - wenn nötig - mit längeren Verschlusszeiten zu arbeiten .  Gerade im Zoo, wenn ich stundenlang auf "den einen Moment" warte, ist das Monopod sein Geld wert. Gleiches gilt bei Tieraufnahmen in der freien Natur. 

Aber auch den Einsatzmöglichkeiten des Monopods sind Grenzen gesetzt und dann hilft nur noch ein Drei-Bein-Stativ (Tripod). Bei extrem großen Brennweiten, absichtlich gewählten langen Belichtungszeiten oder bei wenig bis gar keinem Licht, gibt es kaum eine vernünftige Alternative dazu. Auflegen oder anlehnen reicht da meistens nicht. 

Auch hier gibt es keinen absoluten Tipp. Jeder muss sich damit beschäftigen und seine Wahl treffen.  Man sollte darauf achten, dass ein Stativ - egal ob Einbein oder Dreibein - leicht und trotzdem stabil ist. Die Arbeitshöhe sollte nicht deutlich unter der eigenen Körpergröße liegen, denn dann wird`s irgendwann verkrampft! Es sollte auf die Ausrüstung abgestimmt sein, d.h. für eine große SLR mit dickem Tele brauche ich schon was kräftiges. Und wer schon mal oberhalb der Golden Gate Brücke in San Francisco versucht hat, mit Stativ Nachtbilder zu machen, weiß, dass solch ein Wind schon für manches Stativ zum handfesten Problem geworden ist - und die Bilder nix!  

Wer also die freie Wahl haben möchte, mit langen Verschlußzeiten verwacklungsfrei arbeiten zu können, kommt nicht drum herum, mindest ein Stativ mit sich zu tragen! Tipp: vielleicht kann der Partner das für einen übernehmen! Ich versuche das schon seit Jahren - vergeblich!!!!!

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FOTOTASCHE:

Je nach Umfang der Ausrüstung und je nach dem, was man wo fotografiert, ergibt sich die Größe der Tasche. Ich hatte lange Jahre eine Fototasche. An der habe ich sehr gehangen, es passte eine Menge rein und es war kein so riesiger Koffer auf Reisen. Aber diese Tasche hing mir immer auf der rechten Schulter. Selten auf der linken, das war fototechnisch ungünstiger. Als die Ausrüstung immer umfangreicher und damit zwangsläufig schwerer wurde, veränderte sich meine Körperhaltung zusehends. Nachdem ich darauf angesprochen wurde, ob ich die Hauptrolle im Glöckner von Notre Dame übernehmen möchte, habe ich mich schnellstens umorientiert.


Ich bin seit drei Jahren Besitzer eines Fotorucksackes. Wie auch schon die Fototasche, ist der Rucksack von der Firma LowePro.  Für mich ist der Minitrekker optimal, es passen beide Gehäuse, alle Objektive, Blitz , Minox und das restliche Zubehör hinein. Zwei Aussentaschen sind gut für Filmmaterial oder für eine Trink-Flasche (bei langen Touren wichtig), und an weiteren Laschen kann ich meine Stative befestigen. Trotz alle dem ist der Rucksack kompakt und -sehr wichtig- angenehm zu tragen. 

Natürlich haben auch andere Hersteller wie Tamrac oder Cullman gute Taschen und Fotorucksäcke!

Egal welche Tasche man wählt, sie sollte die Ausrüstung gut gegen Stöße, Staub, Nässe und Hitze schützen. Die Ausrüstung sollte
genügend Platz haben, auch für kurzfristig geplante Erweiterungen!  

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SONSTIGES:

Batterien:

wer nicht mindestens einen kompletten Satz Ersatzbatterien für Kameras und Blitz dabei hat, ist absolut selbst schuld
 

Fernauslöser:

das Stativ alleine nützt nicht viel, denn wenn man den Auslöser manuell drücken würde, hätte man wahrscheinlich schon verwackelt 
 

Wasserwaage:

gerade bei Nachtaufnahmen kann man oft nicht genau erkennen, ob ein Bild gerade wird. Dafür ist der kleine Würfel mit der Wasserwaage bestens geeignet - er wird einfach auf den Blitzschuh gesteckt.
 

Telekonverter:

mit einem Telekonverter kann die Brennweite verlängert werden. Ein 2fach-Konverter macht aus einem 400 mm Tele ein  800 mm Supertele. Leider verdoppelt sich auch die Lichtschwäche, man muss mit deutlich längeren Verschlusszeiten arbeiten - ohne Dreibeinstativ nicht machbar! 
 

Sonnenblenden:

werden bei den meisten Objektiven heute mitgeliefert. Sind durchaus nützlich, wenn man Platz im Rucksack hat
 

Reinigungswerkzeug:

sollte man immer dabei haben! Pinsel mit Blasebalg, spezielle optische Reinigungstücher, zur Not Brillenputztücher von ALDI. Egal ,was man dabei hat, Hauptsache man hat etwas dabei. Je nachdem, wo man sich aufhält, sollte das Gehäuse und die Objektive ab und an gereinigt werden. Wenn ich mich in Gegenden mit viel Staub oder Sand bewege, säubere ich die Kameras bei jedem Filmwechsel - zumindest mit dem Staubpinsel!
 

Taschenlampe:

für Nachtaufnahmen unverzichtbar, auch für dunkle, unbekannte Wege immer zu gebrauchen
 

Taschenmesser:

habe ich immer dabei - man weiß ja nie
 

kleines Netz:

kann im Notfall zur Stabilisierung ins Dreibeinstativ gehangen und mit Steinen beschwert werden

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